Historischer Stadtspaziergang ein voller Erfolg!

Kurz und knapp:

-Rund 60 Leute nahmen am Spaziergang teil

-Keine besonderen Vorkommnisse

-Nein das ist nicht die Polizeipressemittelung :)

-Möglichst viele Leute auch unabhängig von den Teilnehmer zu erreichen ist gelungen

-Rund 350 Flugblätter wurden verteilt

Danke nochmal an alle die da waren und besonders an die, die den Lautsprecherwagen geschoben haben!

Diese Aktion war nur eine von Mehreren, die im Rahmen der Aktionstage gegen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus unter dem Motto „Nichts und Niemand ist vergessen!“ stattfinden.

Kommt auch alle zur Demo!


09.11.07 – Gedenkdemonstration
gegen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus
in Braunschweig

mehr dazu unter „Termine“

Alle weiten Infos unter:

Nichts und Niemand ist vergessen!

Aktionstage gegen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus

Am 9. November 1938 fanden in zahlreichen deutschen Städten Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung statt. Synagogen wurden in Brand gesetzt, Geschäfte zerstört, sowie Jüdinnen und Juden aus ihren Wohnungen vertrieben. Die Reichspogromnacht war der vorläufige Höhepunkt der Judenverfolgung im deutschen Faschismus, die letztlich in der Vernichtung von 6 Millionen europäischen Juden entsetzlich gipfelte.

Das Phänomen Antisemitismus hat dabei seine Wurzeln nicht etwa in der NS-Ideologie, sondern war bereits vor 1933 weit verbreitet. So fanden sich in zahlreichen deutschen Zeitungen und Büchern antisemitische Inhalte, die bereits zu diesem Zeitpunkt das Bewusstsein der deutschen Bevölkerung prägten. Mit dem Auftreten der faschistischen Bewegung, wurde der Antisemitismus immer weiter verbreitet. Juden und Jüdinnen waren gesellschaftlicher wie auch staatlicher Diskriminierung und Verfolgung, wie etwa durch die Nürnberger Gesetze, ausgesetzt. Mit den Novemberpogromen steigerte sich diese Entwicklung hin zu organisierten Gewalttaten gegen Juden und Jüdinnen. Auch in Braunschweig, Wolfenbüttel und Umgebung kam es zu Hetzjagden, Verhaftungen, Zerstörungen und Raub von Eigentum. So wurden hier beide Synagogen völlig zerstört, sowie mehrere hundert jüdische Menschen verschleppt. Im weiteren Verlauf wurde die jüdische Bevölkerung in halb Europa systematisch in Ghettos einquartiert, in Konzentrationslager interniert und dort schließlich ermordet.


09.11.07 – Gedenkdemonstration
gegen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus
in Braunschweig

mehr dazu unter „Termine“

Mit der militärischen Niederlage des dritten Reiches und der Gründung seines Nachfolgestaates der BRD, begann die so genannte Aufarbeitung des deutschen Faschismus. Anstatt einer ernsthaften, wissenschaftlichen Analyse, konnten sich jedoch Theorien an die Spitze setzen, die den Faschismus beispielsweise als Produkt des „Führers“ hinstellten und somit die Mitschuld des Volkes an Krieg und Massenvernichtung leugneten, oder die Gemeinsamkeiten des Nationalsozialismus mit dem Sowjetkommunismus betonten Indem eine qualitative Gleichheit der beiden Systeme behauptet wurde, wurde der Schrecken des Holocaust verharmlost und eine inhaltliche Analyse ausgeklammert. Bis heute ist diese unter dem Begriff „Totalitarimustheorie“ gefasste Herangehensweise geschichtlicher Aufarbeitung, die in der Öffentlichkeit Vorherrschende. Eine wirkliche Aufarbeitung hat es demnach nie gegeben.
Ähnlich verhält es sich mit dem Antisemitismus. Obwohl er Gegenstand zahlreicher Forschungen ist, wird sich in der Öffentlichkeit kaum mit ihm auseinandergesetzt. Antisemitismus wird von den meisten Leuten lediglich als eine Variante des Rassismus verstanden, was jedoch nicht erklärt warum die Nazis ihre Infrastruktur auch in den letzten Kriegstagen dazu nutzten die Juden zu vernichten anstatt ihre Mittel für die Kriegsführung zu nutzen.

Wenn sich gegen die Verfälschung der Geschichte, wie etwa durch den baden-würtembergischen Ministerpräsidenten Oettinger, der den Nazi-Richter Filbinger zu einem Gegner des Faschismus erklärte, kein Widerspruch regt, werden diese Ansichten gesellschaftsfähig bleiben und man ermöglicht den Nazis, der heutigen Zeit, sich zu etablieren. Deshalb wollen wir den 9. November als Symbol für die Terrorherrschaft des NS-Regimes zum Anlass nehmen, das Gedenken an die Opfer des Faschismus hoch zu halten, Aufklärung zu schaffen und damit Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus entgegen zu wirken. Aus diesem Grund organisieren wir, die Antifaschistische Gruppe Braunschweig und die Jugend Antifa Wolfenbüttel eine Aktions- und Veranstaltungsreihe, die sich diesen Themen widmet. Wir laden euch dazu ein euch daran zu beteiligen.

Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus entgegentreten!!!

Deutsche Täter sind keine Opfer!!!



Terminankuendigung: 09.11.07 - 18:00 Uhr - Schilldenkmal (BS) - Gedenkdemonstration gegen Antisemitismus und Geschichtsrevisionismus .........................................................

UnterstüzerInnen:

.................................................. Asta TU Braunschweig, Die Linke Kreisverband Wolfenbüttel, DGB-Jugend Braunschweig, DGB - Region SüdOstNiedersachsen, Solid Wolfenbüttel, Sozialistische Jugend - Die Falken KV Braunschweig, Banda Nera, Antifa-Initiative Wolfsburg ................................................ (Alle die diese Aktionstage noch unterstützen wollen, können sich unter der - in "Kontakt" angegebenen - E-Mail melden!)

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